In der Beratungspraxis begegnet uns ein Vorurteil besonders hartnäckig: Inklusion sei ein „Kostentreiber“ oder ein „soziales Projekt“, das man sich erst leisten können muss, wenn die Zahlen stimmen. Gerade im Mittelstand wird Barrierefreiheit oft mit teuren Umbaumaßnahmen gleichgesetzt.
Die ACHPD Beratung räumt mit diesem Mythos auf. Wer Inklusion nur als Kostenstelle betrachtet, übersieht die massiven Opportunitätskosten, die durch Exklusion entstehen.
Die unsichtbaren Kosten der „Nicht-Inklusion“
In einer Zeit des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels ist Exklusion ein Luxus, den sich kein Unternehmen mehr leisten kann. Wir identifizieren drei zentrale Kostentreiber:
- Vakanzkosten (Cost of Vacancy): Wenn Talente aufgrund starrer Strukturen oder mangelnder Barrierefreiheit (digital wie physisch) ausgeschlossen werden, bleiben Stellen länger unbesetzt. Das belastet die Bestandsteams und bremst das Wachstum.
- Innovationsstau: Homogene Teams neigen zu „Groupthink“. Diverse Teams hingegen lösen komplexe Probleme nachweislich schneller und kreativer – ein entscheidender Wettbewerbsvorteil im Mittelstand.
- Fehlgeleitete Recruiting-Budgets: Wer seinen Talentpool künstlich einschränkt, muss deutlich mehr in Headhunter und Employer Branding investieren, um die verbleibenden „Standard-Profile“ zu gewinnen.
Inklusion ist eine Investition, keine Charity
Inklusion bedeutet im Kern Prozessoptimierung. Es geht um flexible Arbeitsmodelle, klare Kommunikation und eine Führungskultur, die Potenzial dort erkennt, wo andere Hindernisse sehen. Diese Maßnahmen steigern die Arbeitgeberattraktivität für alle Mitarbeiter – nicht nur für Menschen mit Behinderung.