Förder-Checkpoints im Nachfolgeprozess

Förder-Checkpoints im Nachfolgeprozess

Die Nachfolge und damit die Zukunft mittelständischer Unternehmen zu sichern, gelingt immer seltener. Die Zahl der Unternehmen, die stillgelegt werden müssen, nimmt erschreckend zu. Es gibt eine Reihe von Maßnahmen, durch die man die Chancen für eine erfolgreiche Nachfolgelösung deutlich verbessern kannEine davon ist die Nutzung von Fördermitteln. Diese Potenziale werden allerdings kaum genutzt. Ein Grund dafür kann sein, dass in mittelständischen Unternehmen meist keine Experten für Fördermittel vorhanden sind. Ich habe deshalb ein System an Förder-Checkpoints entwickelt, mit dem auch Personen ohne spezifische Fördererfahrung systematisch die Berücksichtigung von Förderpotenzialen in den Nachfolgeprozess einbinden können.

Die Checkpoints folgen den 6 Phasen im Nachfolgeprozess

Der typische Ablauf eines Nachfolgeprozesses umfasst in der Regel sechs Phasen, wie sie in der obigen Grafik dargestellt sind: Aufklärung, Vorbereitung, Identifikation (von potenziellen Übernehmern), Verhandlung, Vertrag und Übertragung.

In der ersten Phase klärt die Seniorgeneration, was sie will, wo das Unternehmen steht und welche Möglichkeiten der Zukunftssicherung es gibt. In der Vorbereitungsphase wird das Unternehmen attraktiv für potenzielle Übernehmer gemacht, die in der anschließenden Identifikationsphase gefunden werden sollen. Nachdem potenzielle Übernehmer identifiziert wurden, treten beide Parteien in die Verhandlungsphase ein. Hier werden die Konditionen und Modalitäten der Übergabe besprochen. 

Während in den ersten drei Phasen die Seniorgeneration und ihre Maßnahmen im Vordergrund stehen, treten ab Phase vier die Übernehmer und ihre Interessen ins Blickfeld: Finanzielle und organisatorische Fragen werden in der Vertragsphase geregelt. Und es geht auch darum, wie das Wissen und die Netzwerke der Senioren auf die Übernehmer transferiert werden können.  Die letzte Phase umfasst die tatsächliche Übertragung des Unternehmens. Für die Übernehmer stehen dann die strategischen Maßnahmen an, die für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Unternehmens notwendig erscheinen. 

Die Förder-Checkpoints folgen diesen sechs Phasen des Nachfolgeprozesses.

Checkpoint 1: Stärken und Ressourcen

Hier prüfen wir, über welche Stärken und Ressourcen das Unternehmen verfügt, die gegenüber Interessenten für eine Übernahme und Weiterführung des Unternehmens besonders herausgestellt werden können. 

Dazu suchen wir im Unternehmen systematisch nach Entwicklungen und Ideen der letzten vier Jahre. Diese können Potenzial für Fördermittel enthalten, das zu zusätzlichen Einnahmen im sechsstelligen Bereich führen kann. Hier bietet die Forschungszulage auch im Nachhinein noch hervorragende Chancen. 

Checkpoint 2: Attraktivitäts-Booster

Im Checkpoint der Phase 2 suchen wir Attraktivitäts-Booster, mit denen potenzielle Übernehmer überzeugt werden können. 10 Attraktivitäts-Booster habe ich in meinem Blogbeitrag „Attraktivität für Nachfolger steigern…“ vom Juni 2024 dargestellt. Sie können diesen Beitrag hier nachlesen. 

Bei interner Nachfolge, wenn also Familienmitglieder für die Nachfolge bereitstehen, kann es notwendig werden, für eine breitere Einkommensbasis zu sorgen. Hierzu werde ich ein Beispiel aus meiner Praxis im Blogbeitrag im Mai darstellen.

Checkpoint 3: Kreative Kandidatengewinnung

Wird die Gewinnung qualifizierter Fachkräfte in den kommenden Jahren noch schwieriger, so gilt dies in weitaus größeren Maße für die Gewinnung potenzieller Nachfolgekandidaten. Für beide Fälle sind geförderte Innovationsprojekte eine noch zu selten genutzte Möglichkeit, auf eine kreative und besonders intelligente Weise „High Potentials“ an das Unternehmen heranzuführen und für das Unternehmen zu begeistern. Auch hierfür habe ich Fallbeispiele aus der Praxis, die zeigen, welche win-Potenziale für die Beteiligten hier wirksam werden.  

Checkpoint 4: Know-how-Transfer

Wer als Gründer oder Gründerin oder als Organisation ein mittelständisches Unternehmen weiterführen möchte, ist gut beraten darauf zu achten, dass das spezifische Know-how und die Netzwerke der Seniorgeneration nicht verloren gehen. Es ist wichtig, diesen Punkt rechtzeitig in der Verhandlungsphase zu thematisieren und möglichst Projekte abzustimmen, durch die der Know-how-Transfer gelingen kann und die gefördert werden können. 

Checkpoint 5: Regionalförderung

Die fünfte Phase ist die Vertragsphase, die nur abgeschlossen werden kann, wenn die Finanzierung der Übernahme sichergestellt ist. Je nach Region und der Lage, in der sich das Unternehmen befindet, kann hier eine Regionalförderung in Frage kommen, mit der z.B. ein Drittel des Übernahmepreises bezuschusst wird. So können Unternehmen, die sonst von einer Stilllegung bedroht wären, weitergeführt werden. 

Checkpoint 6: Fördermittel erfolgreich nutzen

Nach der Übernahme geht es für die neue Unternehmensleitung darum, eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Unternehmens sicherzustellen. In meiner Reihe „Fördermittel erfolgreich nutzen“  zeige ich auf, wie man systematisch und gezielt das Potenzial von Fördermitteln nutzen und ausschöpfen kann. Wichtig dabei ist, dass die Förderthematik in alle strategischen Planungen eingebunden wird. 

Kompetenzteam Fördermittel

Da die Bearbeitung von Fördermitteln komplex und zeitaufwendig sein kann, bietet unser Kompetenzteam Fördermittel die Unterstützung durch Experten verschiedener Förderbereiche an. Durch deren Expertise lassen sich Ihre Erfolgschancen erhöhen und Ihre eigenen Aufwendungen für die Beantragung reduzieren.  

Nehmen Sie gerne mit mir Kontakt auf, damit Sie eine erste kostenlose Einschätzung der Förderpotenziale für Ihr Unternehmen erhalten. Ich freue mich auf Ihre Anfrage. 

 
Kontakt: 
Robert Silberhorn  
Wirtschafts- und Innovationsförderung Robert Silberhorn 
Telefon: +49 171 728 4058 
E-Mail: rs@silbe>rhorn-hof.de 



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