Maschinenbau Barometer Q4/2025 mit Ausblick auf 2026
https://www.pwc.de/de/industrielle-produktion/pwc-maschinenbau-barometer-q4-2025.pdf
- Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau 2026 steht weiterhin stark unter Druck, mit hoher Kostenbelastung, geopolitischen Unsicherheiten und schwacher Nachfrage.
- Zwei Drittel der befragten Führungskräfte erwarten sinkende Umsätze für die Branche insgesamt, mit einer durchschnittlichen Prognose von etwa −2,8 %.
- Nur etwa ein Drittel blickt positiv auf das Gesamtwachstum 2026.
- Im Gegensatz dazu sind die Unternehmen für ihr eigenes Geschäft etwas optimistischer, viele rechnen mit moderatem Umsatzwachstum im kommenden Jahr.
- Investitionsbereitschaft bleibt verhalten, mit nur einem kleinen Anteil, der steigende Investitionen erwartet, was die Unsicherheit über mittelfristige Perspektiven widerspiegelt.
- Kostensteigerungen bei Personal und Rohstoffen werden als wichtiges Wachstumshindernis gesehen, was die Margen weiter unter Druck setzt.
- Insgesamt bleibt die Produktionsauslastung niedrig und ohne strategische Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, Innovation und neuen Geschäftsmodellen droht eine anhaltende Krise statt Erholung.
Maschinenbau 2026: Zwischen Krise und Comeback
https://www.produktion.de/wirtschaft/maschinenbau-2026-zwischen-krise-und-comeback/2576687
Der deutsche Maschinenbau steht bis 2026 zwischen anhaltender Schwäche und einer möglichen langsamen Erholung. Die wirtschaftliche Lage bleibt angespannt, sodass Unternehmen vor allem Kosten senken, Strukturen anpassen und ihr Angebot klarer ausrichten müssen. Gleichzeitig verschärfen Fachkräftemangel und demografischer Wandel den Druck, produktiver zu werden. Viele Firmen setzen deshalb weiter auf Digitalisierung, Automatisierung und Künstliche Intelligenz, auch wenn Investitionen sorgfältig abgewogen werden. Neue Technologien wie digitale Zwillinge, Cloud-Lösungen oder industrielle KI-Plattformen gelten als wichtige Hebel für mehr Effizienz. Zusätzlich eröffnen Nachhaltigkeitsthemen wie Wasserstoff neue Chancen, erfordern aber Geduld und langfristige Strategien.
Future-Ready Manufacturing Study 2025
Die wichtigsten Erkenntnisse aus der Studie:
Rolle von KI und Autonomie
- Rund drei Viertel der befragten Hersteller erwarten, dass KI bis 2026 zu den Top‑3‑Treibern ihrer Margen gehören wird.
- Etwa 74% gehen davon aus, dass KI‑Agenten bis 2028 einen wesentlichen Teil der Routineentscheidungen in der Produktion eigenständig treffen werden.
Status quo der Hersteller
- Die Studie stellt fest, dass nur etwa ein Fünftel der Unternehmen heute als voll „AI‑ready“ gelten, also über reife Daten-, Cloud- und Governance‑Fundamente verfügen.
- Gleichzeitig berichten Hersteller bereits von spürbaren Verbesserungen in Echtzeit-Transparenz und Entscheidungsqualität, etwa beim Monitoring und der Steuerung von Produktionsprozessen.
Strategische Investitionsschwerpunkte
- Priorität haben Investitionen in cloud-native Architekturen, Datenplattformen und Edge‑Infrastruktur, um KI in allen Ebenen der Wertschöpfung verankern zu können.
- Unternehmen fokussieren insbesondere auf vorausschauende Instandhaltung, Qualitätsanalytik und intelligente Produktionsplanung als erste großskalige KI‑Anwendungsfälle.
Entwicklung hin zu autonomen Fabriken
- Die Studie beschreibt eine Entwicklung von klassischer Automatisierung hin zu „intelligence‑driven operations“, bei denen Systeme Situationen antizipieren, Handlungsoptionen abwägen und selbstständig agieren.
- Digitale Zwillinge, Physical AI (Roboter und Edge‑Devices) und Agentic AI werden als Schlüsselbausteine für softwaredefinierte, weitgehend selbstoptimierende Fabriken identifiziert.
Mensch‑KI‑Zusammenarbeit
- Fast 90% der befragten Führungskräfte erwarten eine deutliche Zunahme der Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI auf dem Shopfloor, statt einer reinen Verdrängung menschlicher Arbeit.
- KI soll vor allem Entscheidungen unterstützen, komplexe Zusammenhänge visualisieren und Mitarbeitende von Routineaufgaben entlasten, sodass sich diese stärker auf Problemlösung und Innovation konzentrieren können.
Welche KI-Trends prägen 2026 die Produktion?
https://www.industr.com/de/welche-ki-trends-praegen-2026-die-produktion-2899090
Trend 1: Neue Kompetenzen für Werker und Fachabteilungen
KI ersetzt keine Menschen, macht aber technologische Kompetenz und kontinuierliche Weiterbildung zur Schlüsselqualifikation für langfristige Wettbewerbsfähigkeit.
Trend 2: KI-Agenten für die Verbesserung von Prozessen
Spezialisierte KI-Agenten arbeiten als digitale Kollegen zusammen, optimieren Prozesse datenbasiert und bleiben dabei auf menschliche Kontrolle und Entscheidung angewiesen.
Trend 3: Supply-Chain-Management und Risikominimierung
KI hilft, Lieferketten resilienter zu machen, indem sie Risiken früh erkennt, Alternativen aufzeigt und Bestände sowie Kapazitäten flexibler steuert.
Trend 4: Hyperautomation von Shopfloor bis Büro
Die durchgängige Automatisierung von Büro- und Produktionsprozessen steigert Effizienz und senkt Kosten, zumal der technologische Einstieg heute vergleichsweise niedrigschwellig ist.
Trend 5: Nachhaltige und Compliance-konforme Produktion dank KI
KI ermöglicht ressourcenschonende, effizientere und regelkonforme Produktion durch intelligente Steuerung, vorausschauende Wartung und präzise Prozessüberwachung.
Top 5 Robotik-Trends 2026
https://ifr.org/downloads/press_docs/DE-2026-01-08-IFR_Pressemeldung_Top_5_Trends.pdf
Die 5 wichtigsten Themen in 2026 im Bereich Robotik (International Federation of Robotics):
- KI und Autonomie in der Robotik
- IT vernetzt mit OT macht Roboter vielseitiger
- Zuverlässigkeit und Effizienz für humanoide Roboter
- Sicherheit und Schutz in der Robotik
- Roboter als Verbündete gegen den Fachkräftemangel
Veränderte Fertigungsindustrie - Diese Entwicklungen werden Produktionsbetriebe 2026 beschäftigen (MM Maschinen Markt 13.01.2026)