Von Oliver Unterburger
Viele Unternehmen kämpfen mit Liquiditätsengpässen. Die Kosten steigen, die Margen sinken – doch anstatt direkt an Kredite oder harte Einsparungen zu denken, lohnt sich oft ein Blick nach innen. In meinen Beratungsprojekten erlebe ich regelmäßig, dass es nicht die großen Krisen sind, die Unternehmen finanziell ausbremsen, sondern ineffiziente Prozesse, ungeprüfte Verträge und fehlende Transparenz im Einkauf. Monat für Monat gehen dadurch hohe Beträge verloren – und das oft unbemerkt.
Wo verliert Ihr Unternehmen Geld – ohne es zu merken?
Hier sind drei typische Kostentreiber, die sich oft mit wenigen gezielten Maßnahmen optimieren lassen:
1. Verwaltungsprozesse: Zu viel manuelle Arbeit, zu wenig Effizienz
Ein mittelständisches Unternehmen, das ich beraten habe, arbeitete mit zahlreichen manuellen Prozessen in der Verwaltung. Bestellungen wurden per E-Mail abgestimmt, Excel-Listen mehrfach geprüft und mühsam abgeglichen. Das Ergebnis? Hoher Zeitaufwand, viele Fehler und ein erheblicher Mangel an Transparenz.
Was bedeutet das konkret?
- Mitarbeiter verbringen unnötig viel Zeit mit administrativen Aufgaben.
- Prozesse sind fehleranfällig und ineffizient.
- Entscheidungen werden verzögert, weil Abläufe nicht standardisiert sind.
Lösung aus der Praxis: Durch Automatisierung und klar definierte Genehmigungsprozesse konnten wir den Arbeitsaufwand um 30 % senken und die Durchlaufzeiten deutlich verbessern. Plötzlich hatte das Unternehmen wieder Kapazitäten für das Wesentliche – das Kerngeschäft.
2. Einkauf: Kostenfallen durch ungeprüfte Bestellungen
Viele Unternehmen sind überzeugt, dass sie gute Einkaufskonditionen haben – bis eine tiefere Analyse das Gegenteil beweist. Ein Produktionsunternehmen, das ich unterstützt habe, kaufte regelmäßig zu überhöhten Preisen ein, weil bestehende Verträge nicht überprüft oder neu verhandelt wurden. Das Unternehmen zahlte schlichtweg zu viel, ohne es zu wissen.
Die Konsequenzen?
- Monatliche Mehrkosten im fünfstelligen Bereich.
- Fehlende Kontrolle über Konditionen und Einsparpotenziale.
- Hohe Abhängigkeit von wenigen Lieferanten.
Die Lösung aus der Praxis: Durch eine systematische Einkaufsoptimierung konnten wir die Verträge neu verhandeln und die Beschaffungskosten um 12 % senken – ohne Kompromisse bei der Qualität. Wer seine Einkaufskonditionen regelmäßig überprüft, spart bares Geld und reduziert unnötige Ausgaben.
3. Vertrieb: Verlorene Aufträge durch langsame Prozesse
Ein weiteres Beispiel: Ein produzierendes Unternehmen verlor regelmäßig potenzielle Aufträge, weil die Angebotserstellung zu lange dauerte. Während der Wettbewerb innerhalb weniger Tage Angebote verschickte, dauerte es hier oft Wochen – und die Kunden wanderten ab.
Die Folgen?
- Sinkende Abschlussquoten und ungenutzte Umsatzpotenziale.
- Frust bei Mitarbeitern und Kunden.
- Wettbewerber gewinnen an Marktanteilen.
Die Lösung aus der Praxis: Mit automatisierten Kalkulationsmodellen und schnelleren Genehmigungsprozessen konnten wir die Angebotslaufzeiten um 50 % reduzieren. Das Ergebnis: Mehr gewonnene Aufträge, höhere Kundenzufriedenheit und ein effizienteres Vertriebsteam.
Fazit: Optimierung lohnt sich
Viele Unternehmen verlieren jedes Jahr fünf- bis sechsstellige Beträge durch vermeidbare Ineffizienzen – einfach, weil niemand Zeit hat, sich damit zu beschäftigen. Dabei lassen sich mit gezielten Maßnahmen oft schnell Verbesserungen erzielen, die nicht nur Liquidität sichern, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit steigern.
Wann haben Sie zuletzt überprüft, ob Ihr Unternehmen solche versteckten Kostenfallen hat?
Ich freue mich über den Austausch und Ihre Erfahrungen!
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