Der anhaltende Ausbau von Windkraft- und Photovoltaikanlagen spiegelt sich deutlich in den Stromerzeugungsdaten für 2025 wider. Erstmals liegen erneuerbare Energien wie Solar- und Windkraft nicht nur in Deutschland, sondern auch europaweit vor den fossilen Energieträgern. Nach Auswertungen von Energy-Charts am Fraunhofer ISE stieg die Photovoltaik in Deutschland zur zweitgrößten Quelle der Nettostromerzeugung auf und überholte dabei erstmals die Braunkohle. Windkraft bleibt trotz eines vergleichsweise schwachen Windjahres weiterhin die wichtigste Erzeugungsquelle, gemeinsam bilden Wind und Solar nun eine klare „Doppelspitze“.
Mit dem starken Solarzubau – die installierte Photovoltaik-Leistung erreichte Ende 2025 rund 116,8 Gigawatt – nahm auch die Stromproduktion deutlich zu. Gleichzeitig verzeichnete der Strommarkt einen neuen Rekord bei negativen Börsenstrompreisen: Mit knapp 575 Stunden lagen diese deutlich über dem Vorjahresniveau. Ursache ist vor allem die hohe gleichzeitige Einspeisung von Solarstrom, die die Flexibilitätsanforderungen im System weiter erhöht.
Parallel dazu gewinnt der Ausbau von Batteriespeichern stark an Dynamik. Sinkende Kosten und volatile Strompreise machen Speicherinvestitionen zunehmend attraktiv. Bereits heute sind Großbatteriespeicher mit einer Kapazität von 11,5 Gigawattstunden geplant, insgesamt sind knapp 25 Gigawattstunden installiert. Bis 2030 rechnet das Fraunhofer ISE mit einem Speicherbedarf von bis zu 170 Gigawattstunden. Damit verändern Speicher zunehmend die Funktionsweise des Stromsystems – und werden zu einem zentralen Faktor für Versorgungssicherheit, Marktstabilität und die weitere Integration erneuerbarer Energien.
- Fraunhofer (ISE) https://www.energy-charts.info/downloads/Stromerzeugung_2025.pdf
- Energy-Charts: Photovoltaik überholt 2025 erstmals Braunkohle bei Nettostromerzeugung (PV Magazine) https://www.pv-magazine.de/2026/01/02/energy-charts-photovoltaik-ueberholt-2025-erstmals-braunkohle-bei-nettostromerzeugung/