Unternehmernachfolge: VBU Partner im Interview

„Es ist eins der großen Wirtschaftsthemen unserer Zeit“ stellt Bernd Friedrich fest, auf Unternehmernachfolge spezialisierter Unternehmensberater. Im Interview mit dem Online Fachmagazin European Business Network pointiert Friedrich die wichtigsten Herausforderungen. Sein Kollege Georg W. Moeller, verleiht in einem weiteren Interview mit dem „Golfmagazin“ dem Thema noch einen zusätzlichen Akzent: Wie können Unternehmer auch nach der Übergabe ihr Leben die nächsten 25 bis 30 Jahre sinnvoll gestalten?

 

Hier ein paar prägnante Erkenntnisse aus den beiden Interviews mit den VBU-Experten Friedrich und Moeller. 135.000 Unternehmen übergeben im Zeitraum zwischen 2014 und 2018 ihr Unternehmen in jüngere Hände, das hat das Institut für Mittelstandsforschung (imm) in einer Studie herausgefiltert, immerhin zwei Millionen Beschäftigte sind direkt betroffen.

Unternehmernachfolge: Zeit der Entscheidungen ist reif

Die Zeit der Entscheidungen, „übergebe ich jetzt oder schiebe ich es noch auf?“, ist reif. In den 70ger und 80ger Jahren des vorigen Jahrhunderts wurden viele mittelständische Unternehmen gegründet und nun stehen die damaligen Pioniere vor einer tiefgehenden Entscheidung: Es geht um mehr als um eine bloße Verrentung, „es geht darum, das eigenen Lebenswerk zu übergeben“ pointiert VBU-Experte Friedrich – und noch gravierender: der Unternehmer gibt die Verantwortung für die Zukunft unzähliger Mitarbeiter auf, denen er sich zutiefst verpflichtet fühlt.

Unternehmensberater: Moderator mit psychologischem Feingefühl

Zwischen Übergabe und Übernahme entsteht ein Spannungsbogen zwischen dem Verantwortungsgefühl des scheidenden Gründers und dem Aufbruchsgeist des Neuen. Dies ist eng verflochten mit unterschiedlichen Werten und Prinzipien; ein externer Begleiter kann hier moderierend wirken, ja sogar die Rolle eines Mediators bei der Unternehmernachfolge einnehmen.

Perspektiven: Lebenssinn auch nach der Übergabe

Wie aber gestaltet der nun scheidende Unternehmer sein Leben weiter? Wie gelingt es ihm, nicht in ein tiefes Loch zu fallen? „Sinn und Freude sind die tragenden Säulen im Leben“ sagt VBU-Experte Moeller, der selbst  nach über 20jähriger Leitung eines Hotels dieses in jüngere Hände übergab und für sich mit Mitte 50 einen beruflichen Neuanfang mit einer Ausbildung zum IHK Business Coach fand. Aus eigener Erfahrung rät er im „Golfmagazin“ den Lesern, auch die Variante des Beraters in Betracht zu ziehen, der aus seiner eigenen profunden Erfahrung sein Wissen weitergibt. Moeller spannt dann auch den Bogen zum Golfsport, der durchaus begründet den Ruf genießt, ein Nährboden für berufliche Kontakte zu sein: Das Golfspiel kann sowohl die Funktion eines Hobbies in den Jahren nach der Übergabe erfüllen, aber auch hilfreich sein, um in der Vorbereitung auf die Übergabe passende Kandidaten auszufiltern.

Zu den Interviews:

Die Autorin: VBU-Kollegin Katharina Daniels,
Journalistin & PR-Beraterin ist Mitglied des VBU-PR-Teams